Okay ich habs überlebt
Aber grad so. Also fangen wir mal vorne an. Nach Köln ging es relativ Staufrei und wir waren zügig da. Malte und ich waren das erste mal im Palladium (zuvor meist Live Music Hall oder Underground usw.). Angekommen gabs erstmal kaum Parkplätze und ich hab mich gewundert wie viele Leute da sind. Das Palladium ist für 4500-5000 Besucher ausgelegt und es war ziemlich voll. Aufjdenfall konnte ich es kaum glauben das es ne “Warteschlange gab”. Und nicht irgendeine, die war ja fast 500/600 Meter lang und zog sich über die komplette Strasse um mehrere Ecken herum
Total krank! Bei der LMH musste ich nie länger als ne Minute warten und wir standen geschlagene 40 Minuten obwohl wir sehr früh da waren. Vorallem waren wir nur im Tshirt und ich dachte schon das meine Nieren bald abfallen^^ Kurz vorm Eingang hörten wir dann schon das die erste Vorband anfing rumzugröhlen. Durch die Eingangshalle zwischen den Klapptüren hindurch gings dann in die Halle selber. Es gab sowohl die möglichkeit normal vor der Bühne, also im Hallenbereich zu stehen, als auch in einer Etage höher auf eine Art Balkon (mir fällt das richtige Wort grad net ein
). Die erste Band DAGOBAH (!!) klang auch wirklich nach Dagobah… Also keine Ahnung… Hab 0 Voice gehört, stumpfer dauer-aggro Bass und naja.. vergessen wirs. Nach ein paar Songs verließen sie die Bühne und wir haben uns etwas in die Mitte der Halle verfrachtet um mal zu schauen was Sepultura nach ihrem Split so tolles gemacht haben. Antwort: nix tolles! Klang alles ziemlich Stumpf und sehr sehr ins Hardcoremässige gezogen, halt kein richtiges Sepultura. Chaos A.D. war ganz nice und bei einem Song ging auf einmal die ganze Halle los… Roots! Naja logisch, geiler Song halt. Rest der Setlist kannte ich nicht -> uninteressant.
Jetzt gings los. Während der Umbauphase versuchten wir so nah wie möglich ranzukommen und schafften es so bis Reihe 8-10 ca. – Ein weisstransparenter Vorhang viel und es wurde umgebaut. Nach einer recht angenehmen Wartezeit erklang dann endlich das Intro “Your Bedtimesotry is scaring everyone” – gefolgt von Pinball Map ein rasanter Start. Die Jungs waren wie immer ordentlich gekleidet und strahlten. Ich hatte eigentlich vor meine Arme zu heben (klatschen, pommesgabel und so..) aber daraus wurd nichts, ich war so unheimlich eingequetscht. Keine Ahnung wie das überhaupt funktioniert hat. Ich bin eigentlich recht gut gebaut und stark, aber konnte meine Arme nicht herrausziehen und nicht Headbangen -> absoluter Platzmangel 
Dann kam Leeches und ich muss sagen das In Flames diesmal was Licht und Pyrotechnik angeht richtig zugelangt haben. Eine wahnsinns geile Bühnenshow und das Pyro bzw. die Flammen waren richtig geil eingesetzt. Also nicht so stupide Metallica mässig “wooaah wir sind evil und machen jetzt ganz viel Feuerwerk und Flammen uhhhh” – sondern perfekt auf die Songs abgestimmt und sehr taktvoll. Hat mir besonders gut gefallen.
Nach Trigger hatte ich nun endlich meinen halben quadratmeter den ich behaupten konnte. Arme ausgeklappt und endlich Headbangen, ach wie hab ich es die ersten Songs vermisst
Mit etwas Glück moshte ich mich dann in die erste Reihe direkt an die Absperrung, unfassbar das Leute die in der ersten Reihe am Geländer stehen nicht ihren Platz verteidigen
Wenn ich da einmal bin, geb ich den Platz net her^^
Aufjedenfall war nun alles perfekt einem älteren Song Inspid 2000 kam Colony gefolgt von Behind Space. Einfach nur eine geniale Setlist! Die Mischung war einfach perfekt. Nach einem meiner Lieblingsongs von Reroute to Remain – Black and White – kamen zwei neue Songs vom neuen Album, Crawling through knifes und Take this Life. Hab danach mal Kamera rausgeholt und den nächsten Song -> Come Clarity komplett gefilmt. Leider halt handcam, also miese Quali was Sound angeht. Ausserdem gingen mir die Piss crowd surfer auffen Sack, hatte drei mal Stahlkappen in der Fresse und ständig musste irgendwer mit seinem Rücken über meinen Kopf (NERV!). Naja kann man nix machen, Videolink ist unten. Hab auch noch einige Fotos gemacht, aber ich war einfach zu aktiv um was ruckelfreies herzustellen
Also der Haupteil der Bilder ist unbrauchbar. Rest seht ihr dann in der Gallery (siehe link unten). Einer der geilsten Songs am Abend neben Vacuum war Scream. Einfach nur ein geiler Livesong. Hammer! Für den Song wäre ich ganz gern wieder im Pit gewesen, aber dann wäre mein schöner Frontplatz weg gewesen. Nach Cloud Connected, Drifter kam wieder ein sehr geiler alter Song: Moonshield. Anders war erstaunt über die masse des Publikums und meinte seine bisherige größte Headline Show. Was mir im Palladium aufgefallen ist, dass man Drummer Daniel kaum sah, da war einfach kaum Licht und das Schlagzeug war ziemlich weit hinten. Ausserdem war durch die kreischende Menge der Voice-Sound von Anders oft zu leise sodass man manchmal den Text im getümmel verlor.
Nach den Klassikern Episode 666 und Only for the weak gabs dann noch drei Songs von Soundtrack to your Escape: The quiet place, touch of red (sehr geil performed) und zum Abschluss as usual My sweet shadow. Das ganze wurde extrem geil beendet durch eine riesen Masse an konfettiartigen goldfetzen die vom oben herab abgeschossen wurde. Aber nichr nur so paar Stück, ich war nacher total übersäht von dem Zeug
War aber sehr cool gemacht und hat was die Effekte betrifft, ein sehr schönes Ende bereitet. War für mich einer der geilsten In Flames Shows bis auf das Underground damals. Bzw. eigentlich kann man es gleichsetzen. Im Underground war alles so intim und man war nur 40 cm von Anders Nase entfernt und im Palladium war halt alles sehr groß, mächtig und mit interessanten Effekten untermalt.
Wollte mir erst ein Tourshirt holen, aber die Front war mir zu hell und zu sehr bemalt. Klitschnass bis auf die Unterwäsche haben wir dann versucht das Palladium zu verlassen. War garnicht so einfach bei so wenig schmalen Türen und soviel gedränge. Meine Hände waren dauerhaft so nass das sie aussahen wie nach langem duschen oder baden, total gewellt
Hatte ich nochnie zuvor so krass^^
Das Auto war leider sehr weit weg, aber auf dem Weg konnte man sich über so banale Dinge wie das Ersatzshirt und nen dicken Pullover erfreuen
Voll mit Euphorie und nach 2 Litern Wasseraufnahme gings dann direkt in den Stau, der vorm Palldium anfing und sich bis zum Burger King und der Autobahn Ausfahrt zog. Gestärkt durch ein Whopper Menü gings dann nach Hause. Bin um vier uhr eingepennt und um halb sieben aufgestanden, geduscht und Geschichtsklausur geschrieben
Was ein Spass^^ naja jetzt heisst es entspannen und nocheinmal durch Bilder und Musik alles Revue passieren lassen^^ Ich denke mal ich geh in einem Monat nochmal hin, zum Konzert in Hamburg!
Releated Links:
Bilder vom In Flames Konzert in Köln
Video In Flames – Come Clarity (Live)