Tag 3 (02.07.05):
Nach einem Müsli um halb 6 ruhten wir uns im Halbschlaf im Auto aus und blätterten in den Nuclear Blast Katalogen die es auf dem Metalmarkt gab. Es war noch recht früh doch ich beschloss zu den Waschanlagen und den Dixis zu gehen. Eine schlechte Idee, denn die Säuberung der Dixis war erst um 9 oder 10. Als ich die Tür zu nem Dixi Klo aufmachte wurd mir ganz anders. Die Leute die sich Abends besoffen hatten hatten hier ihr erbrochenes in dem ganzen Klos verteilt. Sehr lecker! :p
Naja aufjedenfall waren die Waschanlagen recht leer und ich wusch mich und schlenderte mit Malte noch ein wenig über den Metalmarkt. Los gings um 13 Uhr schon auf der Mainstage mit Red Harvest. Die Band aus Ungarn war okay, aber hatte nur wenige sehr gute Songs. Weiter gings mit unseren Lieblingen Betzefer aus Israel. Wir sahen sie jetzt schon zum dritten mal in diesem jahr Live und man muss sagen sie haben sich von Show zu Show echt immer wieder verbessert. Eine Klasse Show mit fast allen Songs vom neuen Album. Die Menge ging gut ab und man merkte wie sehr sich die Band freute hier spielen zu dürfen. Nach den ersten Songs von Kataklysm machten wir Pause und gingen kurz zurück zum Zelt um was zu trinken und ne Kleinigkeit zu essen. Auf dem Festivalgelände war nämliche alles arschteuer, Trinken und Essen ab 3 Euro bis 10 Euro hoch war nicht grad sehr Besucherfreundlich. Aber naja wir hatten ja genug mit. Nach der Band Amen gings los mit Ektomorf. Zuvor hatten wir uns übrigens noch Autogramme von Betzefer geholt. Auch wieder sehr sympathische Jungs 
Ektomorf spielte knapp 40min und nur die besten Songs. Es herrschte eine klasse Stimmung und vor der Mainstage wurde es sehr sehr voll und eng. Nach Ektomorf verließen viele das Festivalgelände. Such a Surge war auch nicht ganz unser Ding und da Malte irgendwas ins Auge bekommen hatte gingen wir schnell zum Zelt zurück. Ich ging zu Sick of it All und Malte ruhte sich noch bissel aus. Die Band war ganz nett und einige Songs haben mir sehr gefallen. Dann traf ich auch Malte zum Schluss und wir stellten uns an für die Ektomorf Autogramme. Nachdem wir welche hatten und kurz Fotos gemacht hatten fingen auch gleich Beatsteaks an zu spielen. Wir waren realtiv weit hinten aber die Menge ging sau ab. Schon witzig das Beatsteaks soviele Leute zusammenzieht. Einige Songs fand ich auch ganz nett, aber der Rest war mir zu soft
Ich fands allerdings cool das Beatsteaks zum schluss nenn Schlagzeuger aus dem Publikum nahmen und ein paar Coversongs spielten. Wir waren nun etwas weiter in der Mitte und ein weiteres Highlight erwartete uns: Iron Maiden. Es war eine wahnsinns Stimmung und die Mainstage war so voll das man Jahre brauchte um aus der ersten Reihe aus dem Festivalgelände zu kommen. Aber wer wollte das auch schon ? MAIDEN!!!! Es war einfach nur geil. Ein sehr geil gestaltetes Bühnenbild und jede Menge Effekte sorgten für die besondere Atmosphäre. Ausserdem wurden fast nur Songs von den ersten vier Alben gespielt. Also „the finest“ der alten Alben. Nach einer 20minütigen Zugabe war dann schluss und es waren insgesamt knapp 2 Stunden reine Spielzeit. Das ganze wurde abgerundet mit einem großen Feuerwerk. Wir schauten noch kurz beim Hardbowl vorbei, wo Knorkator spielte. Allerdings wurd es uns schnell fad und wir waren auch sehr kaputt von Maiden. Also gings ab auf dem Campingplatz zum Zelt. Das Wetter war so gut und sonnig das wir beide ein wenig Sonnenbrand hatten. Zum Glück hatte ich Sonnencreme dabei. Wir pennten aufjedenfall sofort ein. Ich wurde zwar immerwieder wach alle 20min weil die Musik so laut warm, aber egal
Das meist gehörte Lied an den Tagen war wohl vom Team America Soundtrack „Everyone has Aids“ – Unsere Nachbarn spielten dieses Lied bis zum erbrechen.
Tag 4 (03.07.05):
Wieder früh erwacht im Auto aß ich ein paar Müsliriegel und ging zu den Waschanlagen die morgens um 5 immer recht leer waren. Hatte endlich mal die Möglichkeit mich komplett zu waschen und noch ein paar Wasserflaschen aufzufüllen. Schon 6 Shirts waren verbraucht und ich zog mein Slayer Shirt an und mein letztes Sockenpaar. Frisch und richtig wach (wegen dem kalten Wasser) las ich ein wenig im Katalog und um halb 7 wurd Malte dann auch wach und patschelte aus dem Zelt. Wir futterten Müsli und berieten uns über die Bands. Es ging um 13h mit Superbutt los. Ein paar gute Songs waren dabei aber Dew-Scented war finde ich um einiges besser. Dann kamen endlich die Apokalyptischen Reiter. Ich fand sie waren etwas schlecht abgemixt aber bieteten trotzdem eine geniale Show. Besonders mit dem Song „Die Sonne scheint mir aus dem Arsch“ kam das ganze Publikum in Gang. Leider wurden wir vorher von der Feuerwehr mit kaltem Wasser durchgenässt. Dann wurde es bewölkt und mir wurde kalt besonders im Nacken. Naja egal, das Wasser war zum Hauptgrund für den Boden damit es nicht staubt. Nach den Reitern machten wir uns auf zu Smoke Blow im Hardbowl. Eine eher Rockangesiedelte Band aber war ganz okay. Wir legten wieder eine kurze Pause ein und gingen was trinken. Auf der Mainstage gings weiter mit Pro-Pain und den Hellacopters. Die Hellacopters waren echt ne nette Rockband muss ich sagen. Werde mir mal einiges von denen anhören. Auch sehr sympatisch die Typen. Aber halt nicht zum abgehen. Dafür gabs danach Anthrax. Mir waren zuvor nur wenige Songs bekannt, aber die Menge ging gut ab. Besonders bei „Antisocial“ gab es wildes gepoge. Die Gitarristen waren auch klasse. Insgesamt schon sehr netter Auftritt von Anthrax. Leider die letzte Band auf der Mainstage. Den der Headliner Motorhead war abgesagt worden. Einer der Mitglieder war im Krankhaus und konnte nicht auftreten. Wir machten nun sehr bewusst noch eine Pause weil wir Subway to Sally nicht sehen wollten. Wir gingen auch nochmal über den Metalmarkt und kauften ein paar Kleinigkeiten. Malte sein erstes Bandshirt (hach war der stolz
) von Six Feet Under und ich ne Children of Bodom Flagge (in Blau) für mein neugestrichenes Zimmer. Um 23.30 gabs dann nochmal ein Highlight für mich: Finntroll. Aus dem tiefen Finnland nach Deutschland auf die „Last Supper“ Tentstage. Es war jede Menge los aber ich stand mit Malte irgendwo in der zehnten Reihe. Aber nicht lang, nach den ersten beiden Songs war ich im wilden Wikinger Moshpit mit 2-Meter-Menschen und jagte durch die Gegend. Am Anfang war das Klavier etwas schwach aber das wurde schnell behoben und jeder Song war super gelungen! Die folgende Band war auch sehr lustig: Eläkelaiset (ebenfalls finnisch) brachte Humpa (also so finnischen Volksgesang) mit kleinen Metalparts für das Publikum. War echt ne witzige Stimmung den auch die Slayer Fans und Hardcoreliebhaber feierten ab und es gab sogar ne Polonäse. Den Abschluss des Festivals machten Haggard. Die alte münchener Band kam mit 12 Leuten auf die Bühne und machte mit allen möglichen Instrumenten eine Mischung aus Deathmetal und klassischer Mittelaltermusik. Auch sehr nett anzuhören. Wir machten uns dann auf zum Zeltplatz und räumten den letzten Müll zusammen. Die Zelte und Strandmuschel hatten wir zum Glück schon vorher abgebaut als es hell war. Ich machte mich nochmal frisch und zog mir endlich die schweren Stiefel aus und dann gings zurück nach Hause. Wir sind um ca. 2.30h Sonntag früh losgefahren und kamen allerdings erst um kurz nach 7h zu Hause an. Grund: Ich musste alle 40-50 Km ne Pause machen. Teilweise hatte ich Sekundenschlaf und konnte mich schlecht konzentrieren und da ich ein sicherer Mensch bin machte ich immer großzügige Pausen. Nach 4 (naja fast 5) Tagen mit nur durchschnittlich 3 stunden Schlaf pro Nacht war ich aufjedenfall mit dem Kaffee noch recht fit. Home sweet Home. Nach der Ankunft schlief ich erstmal den halben Tag lang